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Demontage der Mindestsicherung (geschrieben am 10.01.2017) Was müsste jemand tun der die Mindestsicherung in den Augen der Bevölkerung diskreditieren und damit abschaffen will ? Erstens müsste er dafür sorgen dass Menschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, weniger erhalten als Mindestsicherungsbezieher. Laut Tiroler Tageszeitung (Zahlen auf Nachfrage bestätigt durch eine ranghohe Politikerin) erhält ein Paar mit 2 Kindern in Tirol eine Mindestsicherung von knapp 2500,- Euro pro Monat. Das Medianeinkommen in Tirol liegt bei 1530,- Euro netto, ein Paar von dem ein Teil halbtags arbeitet wird also – mit etwas Glück - um die 2330,- Euro netto monatlich verdienen. Fast 200,- Euro weniger als Mindestsicherungsbezieher. Um den Zorn der Bevölkerung zu schüren (wir wollen die Mindestsicherung ja boykottieren) wird die Differenz des Familieneinkommens zur Höhe der Mindestsicherung NICHT automatisch per Lohnsteuerausgleich nachüberwiesen, sonst würden sich die Menschen ja über durchschnit...
Sozialismusdebatte – Verstaatlichung ja oder nein ? Ich mag mein Privateigentum, aber es ist hoch an der Zeit die Regeln unseres Wirtschaftssystems zu hinterfragen. Der grassierende Raubtierkapitalismus führt zur Zerstörung des Planeten und zur Verarmung des Großteils der Bewohner. Auch in Europa. Ein guter Teil unserer Jobs ist sinnlos und zerstört unsere Existenzgrundlage. Wir führen sie nur aus weil wir das Geld brauchen. Die finanziellen Existenzsicherung muss vom Arbeitseinkommens entkoppelt werden. Dann müssen wir nicht dauernd irgendwas herstellen, bei dessen Verkauf der Löwenanteil des Gewinns an die Ultra-Reichen geht bei Löhnen an der Armutsgrenze. Wer soll diese Utopie bezahlen? Die Einhaltung bzw. Einführung gerechter Regeln! Wer für 3500,- brutto arbeitet, findet nur die Hälfte seines Gesamtlohns am Konto, des Rest sind Steuern und Sozialabgaben. Wer ein Aktienpaket von 400 Mio. Euro erbt, zahlt ein Nichts an Erbschaftssteuer, dann maximal die Kapitalertragssteuer ...
Mindestsicherung Was müsste jemand tun der die Mindestsicherung in den Augen der Bevölkerung diskreditieren und damit abschaffen will ? Erstens müsste er dafür sorgen dass Menschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, weniger erhalten als Mindestsicherungsbezieher. Laut Tiroler Tageszeitung (Zahlen auf Nachfrage bestätigt durch eine ranghohe Politikerin) erhält ein Paar mit 2 Kindern in Tirol eine Mindestsicherung von knapp 2500,- Euro pro Monat. Das Medianeinkommen in Tirol liegt bei 1530,- Euro netto, ein Paar von dem ein Teil halbtags arbeitet wird also – mit etwas Glück - um die 2330,- Euro netto monatlich verdienen. Fast 200,- Euro weniger als Mindestsicherungsbezieher. Um den Zorn der Bevölkerung zu schüren (wir wollen die Mindestsicherung ja boykottieren) wird die Differenz des Familieneinkommens zur Höhe der Mindestsicherung NICHT automatisch per Lohnsteuerausgleich nachüberwiesen, sonst würden sich die Menschen ja über durchschnittlich 2000,- Euro Bonus zum Jahresende freu...
Der falsche Weg zum hohen Lohn  Ich lese mit Freude den Vorschlag die Einkommen zu erhöhen indem ein österreichweiter Mindestlohn von 1500,- Euro (hoffentlich netto) angestrebt wird. Dem hehren Ziel stimme ich sofort zu, nur leider ist´s in der österreichischen Steuer und Abgabenpraxis nicht durchführbar. Nachdem fast alle Einkommenssteuern und ALLE Sozialabgaben auf Löhnen basieren, muss ich als Arbeitgeber den Nettolohn mit dem Faktor 2.5 multiplizieren um auf meine realen Kosten zu kommen (Lohnsteuer, Sozialabgaben, Urlaube, Krankenstand). Ein Nettolohn von 1500,- führt also zu monatlichen Mindestlohnkosten pro Vollzeitstelle von 3750,- Euro. Das wird’s so nicht spielen. Der einzig gangbare Weg ist es, ALLE Einkommensarten steuerlich gleich zu behandeln (auch Kapitalerträge, Grundstücksverkäufe, sogar Erbe) und Sozialabgaben auch auf alle Einkommensarten zu erheben,ebenso wie auf Unternehmensgewinne. Das Pensionssystem würde dann nicht nur auf Arbeitseinkommen beruhen sondern...
IWF entdeckt Globalisierungsnachteile – Menschen kommen mit 1300,- Gehalt nicht aus. Laut Internationalem Währungsfonds beträgt die Lohnquote in Österreich nur noch 48%, die Kapitalerträge belaufen sich auf 52%. Das heißt, arbeitende Menschen erhalten 48% aller in Österreich erwirtschafteten Einkommen und Gewinne. Menschen die ihr Kapital arbeiten lassen bekommen 52% aller Einkommen. Wie siehts nun mit der Verteilung der Lohn bzw. Einkommensteuern und Kapitalertragssteuer in Österreich aus ? Aus Lohn und Einkommenssteuern, Steuern die auf persönlicher Erwerbstätigkeit beruhen, sind für´s Jahr 2017 30.889 Milliarden Euro budgetiert, hier sind die Lohnnebenkosten inkludiert. Aus Kapitalertragssteuern, also Steuern auf Zinsen, Aktienerträgen, usw. sollen 3.836 Mrd. erlöst werden. Aus Körperschaftssteuern, die auf Unternehmensgewinne anfallen, 6.320 Mrd. Euro. Die 48% des Volkseinkommens die aus Arbeitserträgen stammen zahlen also 75% der gesamten Steuern aus allen Einkommensarten. Die ...
Familienbeihilfe darf kein Lohnersatz sein Die Diskussion um die Auszahlung der Familienbeihilfe an Kinder im Ausland geht in die falsche Richtung. Das Problem sind Branchen, die die Kaufkraftunterschiede der Familienbeihilfe im EU Ausland ausnützen um zu absoluten Hungerlöhnen Angestellte zu finden. Die Familienbeihilfe darf nicht als Lohnbestandteil missbraucht werden. Denn das drückt das Lohnniveau bei uns in Tirol, ebenso wie die Arbeitskräfteüberlassungsrichtlinie, die es heimischen Unternehmen ermöglicht, ausländische Arbeitskräfte anzustellen ohne die inländischen Lohnnebenkosten zahlen zu müssen. Beides sorgt für die Prekarisierung heimischer Arbeitsverhältnisse und treibt Menschen in die Arbeitslosigkeit und Armut. Und ermöglicht Unternehmen Arbeitnehmer ebenso wie die Sozialtöpfe auszubeuten, durch Löhne von denen niemand leben kann und das Ausnützen von staatlichen Leistungen ohne selbst genügend beigetragen zu haben. Darum sind folgende Maßnahmen dringend nötig: Ein öste...