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Asyl, Migration und Lohn. Wie Wirtschaftsbund und Grüne zusammenfinden. Franz: „Du, Amin, heute ist Dienst bis Mitternacht.“ Amin „ Jawoll, Chef.“ F. „Aber Überstunden darfst keine schreiben.“ A. „Jawoll, Chef.“ F. „Urlaub wird heuer keiner gehen.“ A. „Kein Problem, Chef.“ F. „Dein Gehalt werden wir auch ein wenig kürzen müssen.“ A. „Kein Problem, jawoll, gerne, Chef.“ Der Gastronom, Seilbahner, Nationalratsabgeordnete der ÖVP und Tiroler Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl tritt dafür ein dass abgelehnte Asylwerber ihre Lehre beenden dürfen. Und auch nach Abschluss der Lehre weiter in ihren Betrieben beschäftigt werden. Er tritt auch für Änderungen an der Rot-Weiss-Rot Card ein, damit eine Arbeits und Aufenthaltsgenehmigung für den Abschluss einer Facharbeiterausbildung gewährt wird. Man könnte jetzt an ein Weihnachtsmärchen glauben, ein hartgesottener Konservativer entdeckt seine Verantwortung der Welt gegenüber und will die Armen und Geknechteten erretten. Oder...
Als Erstes möchte ich klarstellen: Die Steuerquote in Österreich ist meiner Meinung nach hoch genug, jeder Euro der über eine Steuerreform mehr hereinkommt sollte in eine Senkung der arbeitsbezogenen Abgaben fließen (Sozialabgaben, Lohn&Einkommenssteuer, Lohnnebenkosten), wobei die in Summe größten Senkungen den kleinsten Verdienern zugute kommen müssen. Aber das Schicksal der Familie Piech, welches die Herren Doralt und Schellmann als Exempel für die drohende Milliardärsverarmung herangezogen haben, ist wirklich faszinierend. Laut Wikipedia hält die Familie Piech 40,64% an der Porsche Holding SE der wiederum laut VW Geschäftsabschluss 2013 32,20% der Volkswagen AG gehören. Die Familie Piech hält diese Vermögenswerte über eine Stiftung österreichischen Rechts in welcher Gewinnausschüttungen von Kapitalgesellschaften steuerfrei sind. Wie hoch war nun der Vermögenszuwachs der Familie Piech allein aus der Porsche/VW Beteiligung ? VW erzielte 2013 einen Gewinn nach Steuern (das möch...
Wozu braucht Österreich 22 Sozialversicherungsträger ? (geschrieben am 17.01.2017) Ich ahne düster die Entstehungsgründe für diese frei gewachsene Vielfalt, als da wären der Föderalismus, die Kammern, die wohlerworbenen Rechte, eventuell kommen noch Machtgier und Postenbeschaffung dazu.  Nur führt das zu einem aufgeblähten Verwaltungsapparat der seine Leistungen höchst unterschiedlich und ungerecht vergibt. Sollte der Staatsbürger (oder die Staatsbürgerin) zum Beispiel das Pech haben, als unselbständig in der Privatwirtschaft Beschäftigter tätig zu sein (umgangssprachlich Arbeiter und Angestellte genannt), muss er von 1000,- Euro Pension die er hoffentlich später erhält, 816,- Euro durch eigene Beitragszahlungen selbst finanzieren, 184,- schießt der Staat (die Allgemeinheit) zu. Ist der Staatsbürger hingegen selbstständig tätig macht der Staatszuschuss 483,- von 1000,- Euro Pension aus. Bei Bauern werden 798,- Euro aus dem Budget bedeckt und 202,- Euro aus eigenen Beitragszahlu...
Österreich und die Steueroasen: Wahlfreiheit! Nachdem Österreich weiter zu den Ländern gehört die bei der gerechten Besteuerung von Konzernen und Superreichen auf der Bremse stehen möchte ich im Sinne des Gleichheitssatzes des Verfassungsrechts die Möglichkeit der Steuer“optimierung“ ALLEN Steuerpflichtigen zugänglich machen. Es braucht keinen Wirtschaftsnobelpreis um in Malta ein Büro zu eröffnen, jeder kleine Gewerbetreibende und jedes EPU (Ein-Personen-Unternehmen) könnte das. Der Unterschied zum Konzern/Superreichen ist: die Finanz wird die Konstruktion nicht anerkennen da sie ausschließlich der Steuervermeidung dient. Daher plädiere ich auf das Recht jedes Unternehmens, jedes Selbstständigen und auch jedes Angestellten (die sonst gegenüber EPU´s diskriminiert wären) in seiner Steuererklärung einen virtuellen Briefkastens geltend zu machen (sparen wir uns doch die Farce eine echte Briefkastenfirma in Malta zu eröffnen). Macht der Steuerpflichtige von dieser Möglichkeit Gebrauch ...
Mindestsicherung Was müsste jemand tun der die Mindestsicherung in den Augen der Bevölkerung diskreditieren und damit abschaffen will ? Erstens müsste er dafür sorgen dass Menschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, weniger erhalten als Mindestsicherungsbezieher. Laut Tiroler Tageszeitung (Zahlen auf Nachfrage bestätigt durch eine ranghohe Politikerin) erhält ein Paar mit 2 Kindern in Tirol eine Mindestsicherung von knapp 2500,- Euro pro Monat. Das Medianeinkommen in Tirol liegt bei 1530,- Euro netto, ein Paar von dem ein Teil halbtags arbeitet wird also – mit etwas Glück - um die 2330,- Euro netto monatlich verdienen. Fast 200,- Euro weniger als Mindestsicherungsbezieher. Um den Zorn der Bevölkerung zu schüren (wir wollen die Mindestsicherung ja boykottieren) wird die Differenz des Familieneinkommens zur Höhe der Mindestsicherung NICHT automatisch per Lohnsteuerausgleich nachüberwiesen, sonst würden sich die Menschen ja über durchschnittlich 2000,- Euro Bonus zum Jahresende freu...
Der falsche Weg zum hohen Lohn  Ich lese mit Freude den Vorschlag die Einkommen zu erhöhen indem ein österreichweiter Mindestlohn von 1500,- Euro (hoffentlich netto) angestrebt wird. Dem hehren Ziel stimme ich sofort zu, nur leider ist´s in der österreichischen Steuer und Abgabenpraxis nicht durchführbar. Nachdem fast alle Einkommenssteuern und ALLE Sozialabgaben auf Löhnen basieren, muss ich als Arbeitgeber den Nettolohn mit dem Faktor 2.5 multiplizieren um auf meine realen Kosten zu kommen (Lohnsteuer, Sozialabgaben, Urlaube, Krankenstand). Ein Nettolohn von 1500,- führt also zu monatlichen Mindestlohnkosten pro Vollzeitstelle von 3750,- Euro. Das wird’s so nicht spielen. Der einzig gangbare Weg ist es, ALLE Einkommensarten steuerlich gleich zu behandeln (auch Kapitalerträge, Grundstücksverkäufe, sogar Erbe) und Sozialabgaben auch auf alle Einkommensarten zu erheben,ebenso wie auf Unternehmensgewinne. Das Pensionssystem würde dann nicht nur auf Arbeitseinkommen beruhen sondern...
IWF entdeckt Globalisierungsnachteile – Menschen kommen mit 1300,- Gehalt nicht aus. Laut Internationalem Währungsfonds beträgt die Lohnquote in Österreich nur noch 48%, die Kapitalerträge belaufen sich auf 52%. Das heißt, arbeitende Menschen erhalten 48% aller in Österreich erwirtschafteten Einkommen und Gewinne. Menschen die ihr Kapital arbeiten lassen bekommen 52% aller Einkommen. Wie siehts nun mit der Verteilung der Lohn bzw. Einkommensteuern und Kapitalertragssteuer in Österreich aus ? Aus Lohn und Einkommenssteuern, Steuern die auf persönlicher Erwerbstätigkeit beruhen, sind für´s Jahr 2017 30.889 Milliarden Euro budgetiert, hier sind die Lohnnebenkosten inkludiert. Aus Kapitalertragssteuern, also Steuern auf Zinsen, Aktienerträgen, usw. sollen 3.836 Mrd. erlöst werden. Aus Körperschaftssteuern, die auf Unternehmensgewinne anfallen, 6.320 Mrd. Euro. Die 48% des Volkseinkommens die aus Arbeitserträgen stammen zahlen also 75% der gesamten Steuern aus allen Einkommensarten. Die ...
Liebe Freunde,                                                                                                            (geschrieben 2016) abseits des Flüchtlingsthemas (meine Meinung dazu schon erschöpfend bekannt;) möchte ich ein paar Vorschläge machen warum Menschen glauben von der FPÖ vor der Zukunft beschützt werden zu müssen: Sie kommen mit Ihrem Verdienst nicht aus und/oder haben Angst vor Ihrer Pensionshöhe. Grund: Obwohl das Arbeitseinkommen schon unter 50% des Volkseinkommens ausmacht ist es doch die alleinige Basis für sämtliche Sozialabgaben (Pensions, Kranken, Arbeitslosenversicherung usw.). Auch wird Einkommen durch Arbeit als Einziges bis zu 55% besteuert, alle anderen Einkommensarten (Kapital...