Demontage der Mindestsicherung (geschrieben am 10.01.2017) Was müsste jemand tun der die Mindestsicherung in den Augen der Bevölkerung diskreditieren und damit abschaffen will ? Erstens müsste er dafür sorgen dass Menschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, weniger erhalten als Mindestsicherungsbezieher. Laut Tiroler Tageszeitung (Zahlen auf Nachfrage bestätigt durch eine ranghohe Politikerin) erhält ein Paar mit 2 Kindern in Tirol eine Mindestsicherung von knapp 2500,- Euro pro Monat. Das Medianeinkommen in Tirol liegt bei 1530,- Euro netto, ein Paar von dem ein Teil halbtags arbeitet wird also – mit etwas Glück - um die 2330,- Euro netto monatlich verdienen. Fast 200,- Euro weniger als Mindestsicherungsbezieher. Um den Zorn der Bevölkerung zu schüren (wir wollen die Mindestsicherung ja boykottieren) wird die Differenz des Familieneinkommens zur Höhe der Mindestsicherung NICHT automatisch per Lohnsteuerausgleich nachüberwiesen, sonst würden sich die Menschen ja über durchschnit...
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Eine kurze Vermessung des Zorns (geschrieben am 03. Februar 2019) Die Gesellschaft ist wirtschaftlich grob in 3 Klassen eingeteilt. Unten sind die Armen, die Unterschicht. Menschen, die entweder mit ihrem Gehalt nicht über die Runden kommen oder gar kein Gehalt beziehen und die mit Sozialtransfers über Wasser gehalten werden. Diese Gruppe macht bei einem österreichischen Medianeinkommen von 1500,- netto und den aktuellen Lebenshaltungskosten ca. 50% der Gesellschaft aus. Durch Arbeit aus dieser Schicht aufzu steigen ist so gut wie unmöglich, da sind schon die Lohnnebenkosten und Steuern vor, die Globalisierung setzt sie hart unter Druck. In der Mitte krallt sich die Mittelschicht mit Zähnen und Klauen an die Felsen um nicht in den Abgrund der Armut zu stürzen oder versucht verzweifelt einen halben Klimmzug weiter hoch zu kommen. Mit Mittelschicht meine ich Menschen, die grad und grad so mit ihrem Geld auskommen aber trotzdem immer über allen Höchstgrenzen für irgen...
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Sozialismusdebatte – Verstaatlichung ja oder nein ? Ich mag mein Privateigentum, aber es ist hoch an der Zeit die Regeln unseres Wirtschaftssystems zu hinterfragen. Der grassierende Raubtierkapitalismus führt zur Zerstörung des Planeten und zur Verarmung des Großteils der Bewohner. Auch in Europa. Ein guter Teil unserer Jobs ist sinnlos und zerstört unsere Existenzgrundlage. Wir führen sie nur aus weil wir das Geld brauchen. Die finanziellen Existenzsicherung muss vom Arbeitseinkommens entkoppelt werden. Dann müssen wir nicht dauernd irgendwas herstellen, bei dessen Verkauf der Löwenanteil des Gewinns an die Ultra-Reichen geht bei Löhnen an der Armutsgrenze. Wer soll diese Utopie bezahlen? Die Einhaltung bzw. Einführung gerechter Regeln! Wer für 3500,- brutto arbeitet, findet nur die Hälfte seines Gesamtlohns am Konto, des Rest sind Steuern und Sozialabgaben. Wer ein Aktienpaket von 400 Mio. Euro erbt, zahlt ein Nichts an Erbschaftssteuer, dann maximal die Kapitalertragssteuer ...
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Die Steuer und Abgabenverhältnisse umdrehen Angesichts der aktuellen „Maschinensteuer“ Diskussion möchte ich folgenden provokanten Vorschlag machen: Bis jetzt wurden Sozialabgaben zur Finanzierung von Pensionen, Krankenversicherung usw. ausschließlich auf Arbeitseinkommen eingehoben. Einkommen aus Arbeit werden mit bis zu 55% besteuert, die Steuersätze für andere Einkommensquellen liegen weit drunter, z.Bsp. die Kapitalertragssteuer bei 27,50%. Ich möchte jetzt die über 50% des Volkseinkommens mit einem Maximalsteuersatz von 55% belasten, die NICHT aus Arbeitseinkommen resultieren. Parallel dazu werden alle Steuersätze auf Arbeitseinkommen halbiert. Weiters werden Sozialabgaben nur noch auf Einkommen eingehoben, die NICHT aus Erwerbsarbeit stammen. Einkommen aus Arbeit werden von allen Sozialabgaben befreit. Also nochmals: Wer hackeln geht zahlt ab jetzt nur noch die halbe Lohnsteuer und keine Sozialabgaben. Wer sein Geld ohne hackeln verdient zahlt in Zukunft die doppelte Eink...
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Wozu braucht Österreich 22 Sozialversicherungsträger ? (geschrieben am 17.01.2017) Ich ahne düster die Entstehungsgründe für diese frei gewachsene Vielfalt, als da wären der Föderalismus, die Kammern, die wohlerworbenen Rechte, eventuell kommen noch Machtgier und Postenbeschaffung dazu. Nur führt das zu einem aufgeblähten Verwaltungsapparat der seine Leistungen höchst unterschiedlich und ungerecht vergibt. Sollte der Staatsbürger (oder die Staatsbürgerin) zum Beispiel das Pech haben, als unselbständig in der Privatwirtschaft Beschäftigter tätig zu sein (umgangssprachlich Arbeiter und Angestellte genannt), muss er von 1000,- Euro Pension die er hoffentlich später erhält, 816,- Euro durch eigene Beitragszahlungen selbst finanzieren, 184,- schießt der Staat (die Allgemeinheit) zu. Ist der Staatsbürger hingegen selbstständig tätig macht der Staatszuschuss 483,- von 1000,- Euro Pension aus. Bei Bauern werden 798,- Euro aus dem Budget bedeckt und 202,- Euro aus eigenen Beitragszahlu...
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Mindestsicherung Was müsste jemand tun der die Mindestsicherung in den Augen der Bevölkerung diskreditieren und damit abschaffen will ? Erstens müsste er dafür sorgen dass Menschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen, weniger erhalten als Mindestsicherungsbezieher. Laut Tiroler Tageszeitung (Zahlen auf Nachfrage bestätigt durch eine ranghohe Politikerin) erhält ein Paar mit 2 Kindern in Tirol eine Mindestsicherung von knapp 2500,- Euro pro Monat. Das Medianeinkommen in Tirol liegt bei 1530,- Euro netto, ein Paar von dem ein Teil halbtags arbeitet wird also – mit etwas Glück - um die 2330,- Euro netto monatlich verdienen. Fast 200,- Euro weniger als Mindestsicherungsbezieher. Um den Zorn der Bevölkerung zu schüren (wir wollen die Mindestsicherung ja boykottieren) wird die Differenz des Familieneinkommens zur Höhe der Mindestsicherung NICHT automatisch per Lohnsteuerausgleich nachüberwiesen, sonst würden sich die Menschen ja über durchschnittlich 2000,- Euro Bonus zum Jahresende freu...