Ich wäre gern ein Mattersburger! Doch, im Ernst. Der Mattersburger ist ein reicher Mensch mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Wie anders sollte es zu erklären sein, dass jeder der 7431 Mattersburger im Schnitt 4 anonyme Sparbücher besitzt ? Oder andersrum, bis zu 60.000 Euro an undeklariertem Barvermögen. Das ergibt für die gesamte Gemeinde ein Vermögen von bis zu 450.000.000 Euro. Jetzt stellt sich die Frage, ist Mattersburg repräsentativ für Österreich ? Hat jeder von uns 4 anonyme Sparbücher ? Oder war die Commerzialbank Mattersburg, in Zuge deren Insolvenz jetzt 30.000 anonyme Sparbücher aufgetaucht sind, ein Sonderfall ? Fragen über Fragen.
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Gleiches Steuerrecht für Alle! Apple hat in Irland teilweise 0,005% (nein, die Nullen sind kein Schreibfehler) Steuern “bezahlt”. Amazon “versteuert” in Luxemburg. Jedem ist klar, das sind Umgehungskonstruktionen. Trotzdem hat das Gericht der Europäischen Union soeben entschieden dass Apple in Irland keine Steuern nachzahlen muss. Aber es sind nicht nur die US Kartelle die keine Steuern zahlen. Die meisten Konzerne in Europa nützen Steuerumgehungsmodelle. Auch der österreichische Ex-Finanzminister Hans Jörg Schelling hat mit Möbel Lutz in Malta versteuert. Dabei wäre es so einfach den Zauber abzudrehen. Eine europaweite Mindestkörperschaftssteuer von 20% und Strafzölle von 20% auf alle (!) Transaktionen mit Ländern die diesen Satz unterschreiten. Noch ist die EU die größte Wirtschaftsmacht des Planeten. Da aber niemand Willens zu sein scheint dies umzusetzen, gebietet die Fairness und das Menschenrecht auf Gleichbehandlung jedem Firmenbetreiber die gleichen Fluchtmöglichk...
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Als Erstes möchte ich klarstellen: Die Steuerquote in Österreich ist meiner Meinung nach hoch genug, jeder Euro der über eine Steuerreform mehr hereinkommt sollte in eine Senkung der arbeitsbezogenen Abgaben fließen (Sozialabgaben, Lohn&Einkommenssteuer, Lohnnebenkosten), wobei die in Summe größten Senkungen den kleinsten Verdienern zugute kommen müssen. Aber das Schicksal der Familie Piech, welches die Herren Doralt und Schellmann als Exempel für die drohende Milliardärsverarmung herangezogen haben, ist wirklich faszinierend. Laut Wikipedia hält die Familie Piech 40,64% an der Porsche Holding SE der wiederum laut VW Geschäftsabschluss 2013 32,20% der Volkswagen AG gehören. Die Familie Piech hält diese Vermögenswerte über eine Stiftung österreichischen Rechts in welcher Gewinnausschüttungen von Kapitalgesellschaften steuerfrei sind. Wie hoch war nun der Vermögenszuwachs der Familie Piech allein aus der Porsche/VW Beteiligung ? VW erzielte 2013 einen Gewinn nach Steuern (das möch...
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Paradise Papers, Österreich gegen Verschärfung der EU Geldwäscherichtlinie Wer den Bock zum Gärtner oder Hans Jörg Schelling zum Finanzminister macht darf sich nicht wundern wenn Österreich im Steuerkampf Konzerne gegen Gesellschaft auf Seiten der Konzerne steht. Hr. Schelling hat als Geschäftsführer von XXXLutz dafür gesorgt dass Firmengewinne steuerschonend nach Malta verschoben wurden. Wer sich jetzt darüber wundert dass Österreich in Fragen Geldwäsche und Steuerbetrug auf Seiten Maltas steht, ist vorsichtig ausgedrückt naiv. Ich erwarte mir vom neuen Finanzminister (ich hoffe Hr. Schelling wird EU weit keine öffentliche Position mehr bekleiden) eine bedingungslose Unterstützung der EU beim Kampf gegen Steuerbetrug seitens Konzernen und der reichsten 0,1% der Bevölkerung, es wird auf Dauer nicht angehen dass nur Menschen mit Durchschnittseinkommen Steuern zahlen müssen. Und auch für lokale Unternehmen wäre es beruhigend zu wissen dass ihre internationale Konkurrenz ebenfalls zur ...
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Österreich und die Steueroasen: Wahlfreiheit! Nachdem Österreich weiter zu den Ländern gehört die bei der gerechten Besteuerung von Konzernen und Superreichen auf der Bremse stehen möchte ich im Sinne des Gleichheitssatzes des Verfassungsrechts die Möglichkeit der Steuer“optimierung“ ALLEN Steuerpflichtigen zugänglich machen. Es braucht keinen Wirtschaftsnobelpreis um in Malta ein Büro zu eröffnen, jeder kleine Gewerbetreibende und jedes EPU (Ein-Personen-Unternehmen) könnte das. Der Unterschied zum Konzern/Superreichen ist: die Finanz wird die Konstruktion nicht anerkennen da sie ausschließlich der Steuervermeidung dient. Daher plädiere ich auf das Recht jedes Unternehmens, jedes Selbstständigen und auch jedes Angestellten (die sonst gegenüber EPU´s diskriminiert wären) in seiner Steuererklärung einen virtuellen Briefkastens geltend zu machen (sparen wir uns doch die Farce eine echte Briefkastenfirma in Malta zu eröffnen). Macht der Steuerpflichtige von dieser Möglichkeit Gebrauch ...
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Der falsche Weg zum hohen Lohn Ich lese mit Freude den Vorschlag die Einkommen zu erhöhen indem ein österreichweiter Mindestlohn von 1500,- Euro (hoffentlich netto) angestrebt wird. Dem hehren Ziel stimme ich sofort zu, nur leider ist´s in der österreichischen Steuer und Abgabenpraxis nicht durchführbar. Nachdem fast alle Einkommenssteuern und ALLE Sozialabgaben auf Löhnen basieren, muss ich als Arbeitgeber den Nettolohn mit dem Faktor 2.5 multiplizieren um auf meine realen Kosten zu kommen (Lohnsteuer, Sozialabgaben, Urlaube, Krankenstand). Ein Nettolohn von 1500,- führt also zu monatlichen Mindestlohnkosten pro Vollzeitstelle von 3750,- Euro. Das wird’s so nicht spielen. Der einzig gangbare Weg ist es, ALLE Einkommensarten steuerlich gleich zu behandeln (auch Kapitalerträge, Grundstücksverkäufe, sogar Erbe) und Sozialabgaben auch auf alle Einkommensarten zu erheben,ebenso wie auf Unternehmensgewinne. Das Pensionssystem würde dann nicht nur auf Arbeitseinkommen beruhen sondern...
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Kontenregister vs. Konteneinschau In der gegenwärtigen Diskussion über die Rechte der Finanz könnte viel an bürgerlichen Freiheiten und Steuergeldern gewonnen werden wenn zwei Begriffe getrennt würden: Kontenregister und Kontoeinschau. Ich sehe nicht welche meiner Freiheiten beschnitten würde wenn die Finanz meinen KontoSTAND abfragen kann. Im Gegenteil, ein Kontenregister, idealerweise ein Vermögensregister, könnte auch eine Schutz und Legitimationsfunktion erfüllen, ebenso wie jeglicher Immobilienbesitz im Grundbuch vermerkt ist und dies in Streitfällen auch herangezogen wird. Wenn also das berühmte Sparbuch (oder Aktiendepot) der Oma im Vermögensregister eingetragen wäre, würden die Enkerln nicht ums Geld umfallen, sollte die Oma vergessen haben dieses Sparbuch (oder Aktiendepot) den Erben rechtzeitig mitzuteilen. Ich bin auch strikt dagegen alle Lohnsteuerpflichtigen vom Kontenregister auszunehmen. Banken & Großkonzerne werden von Lohnsteuerpflichtigen geführt, auch Poli...
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Meldepflicht für Leerstände Wer etwas machen will findet Wege, wer etwas verhindern will findet Gründe. Mich erstaunen die Schwierigkeiten der Tiroler Politik, speziell seitens Wohnbaulandesrat Tratter, Wohnungsleerstände zu erfassen. Die Finanz weiß, ob an einer Adresse ein Steuerzahler gemeldet ist oder nicht, sollte niemand gemeldet sein würde das auf einen Leerstand hinweisen. Die Versorgungsunternehmen (Wasser, Strom) wissen ob eine Wohnung in Betrieb ist. Und dann gäb´s noch die einfachste Lösung von Allen: Meldepflicht. Wer eine Immobilie besitzt die seit mehr als 3 Monaten leersteht muss dies melden. In Zeiten in denen jeder Gastwirt bei hohen Strafandrohungen jeden Espresso in Echtzeit online melden muss ist nicht zu verstehen dass bei einem derart wichtigen Thema auf jede Kontrolle verzichtet wird. Die Argumentation von Hr. Tratter („die Verwaltungsbehörden sollten nicht Tiroler Familien erspähen“) erinnert mich auch ein wenig an die Argumentation früherer Finanzminister f...
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Juhu, es sind Wahlen! Falls Sie sich nicht euphorisiert fühlen, gehören Sie zu den 54% der Menschen, die schon bei der EU Wahl 2009 auf die Teilnahme verzichtet haben. Wahrscheinlich weil Sie die ganze Veranstaltung für sinnlos halten und der-durch bisherige Erfahrungen nicht ganz unbegründeten- Meinung sind, es wird sich eh nichts ändern. Ich möchte widersprechen. Es hat sich bis jetzt nichts geändert, weil Parteien an der Macht sind, die den Status quo verteidigen, so schlecht er für die Menschen inzwischen auch sein mag. 0,1 Prozent der Haushalte besitzt soviel wie die unteren 50% der Haushalte? Egal, besteuert werden die hart für ihren Unterhalt Arbeitenden, wer nur von Vermögenserträgen lebt, wird nicht belästigt. Das Kapital ist ein scheues Reh und nicht zu fassen. Die Wirtschaft wächst, aber die Gehälter sinken? Egal, die Globalisierung verlangt es so. In den Krankenhäusern nehmen die Resistenzen gegen Antibiotika zu und bedrohen damit unser L...
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IWF entdeckt Globalisierungsnachteile – Menschen kommen mit 1300,- Gehalt nicht aus. Laut Internationalem Währungsfonds beträgt die Lohnquote in Österreich nur noch 48%, die Kapitalerträge belaufen sich auf 52%. Das heißt, arbeitende Menschen erhalten 48% aller in Österreich erwirtschafteten Einkommen und Gewinne. Menschen die ihr Kapital arbeiten lassen bekommen 52% aller Einkommen. Wie siehts nun mit der Verteilung der Lohn bzw. Einkommensteuern und Kapitalertragssteuer in Österreich aus ? Aus Lohn und Einkommenssteuern, Steuern die auf persönlicher Erwerbstätigkeit beruhen, sind für´s Jahr 2017 30.889 Milliarden Euro budgetiert, hier sind die Lohnnebenkosten inkludiert. Aus Kapitalertragssteuern, also Steuern auf Zinsen, Aktienerträgen, usw. sollen 3.836 Mrd. erlöst werden. Aus Körperschaftssteuern, die auf Unternehmensgewinne anfallen, 6.320 Mrd. Euro. Die 48% des Volkseinkommens die aus Arbeitserträgen stammen zahlen also 75% der gesamten Steuern aus allen Einkommensarten. Die ...
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Liebe Freunde, (geschrieben 2016) abseits des Flüchtlingsthemas (meine Meinung dazu schon erschöpfend bekannt;) möchte ich ein paar Vorschläge machen warum Menschen glauben von der FPÖ vor der Zukunft beschützt werden zu müssen: Sie kommen mit Ihrem Verdienst nicht aus und/oder haben Angst vor Ihrer Pensionshöhe. Grund: Obwohl das Arbeitseinkommen schon unter 50% des Volkseinkommens ausmacht ist es doch die alleinige Basis für sämtliche Sozialabgaben (Pensions, Kranken, Arbeitslosenversicherung usw.). Auch wird Einkommen durch Arbeit als Einziges bis zu 55% besteuert, alle anderen Einkommensarten (Kapital...
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Ich habe das perfekte Motto für die Steuerreform: „Arbeitest Du noch oder erbst Du schon ?“ In Österreich werden laut Bankenschätzungen in den nächsten 10 Jahren zwischen 200 und 400 Milliarden Euro vererbt, also 20 bis 40 Milliarden pro Jahr. Der Löwenanteil von ca. 90% des Erbes geht an 10% der Bevölkerung, 40% teilen sich den Rest, 50% erben Nichts – oder Schulden. Mit einer Erbschaftssteuer die sich an den Lohnsteuerquoten orientiert und 90% der Bevölkerung aufgrund von Freibeträgen nicht trifft ließen sich also bis zu 18 Milliarden Euro pro Jahr erlösen. Damit hätte man die Lohnsteuer für 90% der Bevölkerung (2013 26.6 Milliarden) praktisch abschaffen können. Netto wäre dann Brutto – und wir könnten von unseren Gehältern leben und jetzt schon aus eigener Kraft Wohlstand schaffen.
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OECD – das Einkommen der Mittelklasse ist stark und stabil Die OECD hat nachgerechnet und festgestellt: die Haushaltseinkommen der Mittelklasse sind nicht gesunken, sondern, man höre und staune, zum Beispiel in Österreich seit 2008 inflationsbereinigt um 6% gestiegen, unter anderem weil mehr Frauen arbeiten. Einer der möglichen Gründe der steigenden Frustration der Mittelschicht könnte aber das steigende Angebot an Waren und Dienstleistungen sein und die steigenden Ansprüche der Mittelschicht diese Waren und Dienstleistungen alle konsumieren zu können. Nun gut, so kann man die gesellschaftliche Entwicklung auch sehen. Meine Interpretation wäre allerdings eine völlig andere. Um beim Beispiel Österreich zu bleiben beginnt hier die statistische Mittelschicht bei einem Netto-HAUSHALTSeinkommen (inkl. Sozialtransfers) von 1360,- Euro. Damit kann das arme Paar, wenns womöglich noch Kinder hat, in Tirol (wo ich lebe) wahrscheinlich nicht einmal eine passende Wohnung finden. Geschweige de...